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Der kleine Pappkarton

Sein Leben war eine ständige Flucht von den Menschen und eine ständige Suche nach dem Überleben. Sein Körper war nicht mehr so kräftig, denn der Zahn der Zeit hatte auch bereits an ihm genagt. Müde schleppte er sich durch ruhige Gassen um so gut wie irgend möglich unentdeckt zu bleiben. Meistens schlich er sich auch nur nachts durch die Gegend um in Abfällen etwas Essbares finden zu können. Sein Körper wies viele Mängel auf, die sich in seinem Fell, Augen und in seinem Gang bemerkbar machten.
Er war mit den langen Jahren müde geworden und hatte seine Suche nach Liebe schon lange aufgegeben. Heute jedoch war alles anders, er machte sich nicht wie gewohnt auf die Suche nach Futter sondern ging schleppenden Schrittes auf eine große Müllhalde zu. Er blickte sich vorsichtig um, so als schien er nach etwas zu suchen und bereits nach kurzer Zeit fand er genau dass wonach er Ausschau gehalten hatte.
Ein kleiner Pappkarton stand versteckt zwischen altem Gerümpel und er begab sich dorthin, schnupperte ein wenig und zog sich darin zurück. Die Nacht verging und so auch der nächste Tag.
Immer noch lag er in diesem Karton und sah vorsichtig hinaus als wolle er sich von der ganzen Welt verbergen. Er blieb liegen und stand nicht mehr auf. Regen fiel auf die Erde und benetzte sein kleines Zuhause, das sich mit der Zeit voll sog und langsam anfing sich aufzulösen. Und er wartete…

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